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Schon nahe an der Perfektion

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Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Einen 35:22-Erfolg hat der HV Ilsenburg in der Handball-Verbandsliga Süd gegen den Landsberger HV geholt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Der HV Ilsenburg kommt in der Handball-Verbands­liga Süd mit jedem Spiel besser in Schwung. Beim 35:22-Erfolg über den Landsberger HV sprach Trainer Andreas Simon von einer nahezu perfekten Vorstellung.

Intensives Trainings

Nachdem es in der Auswärtspartie bei der HG 85 Köthen II dem Angriffsspiel etwas an Schnelligkeit gefehlt hatte, wurde im Training intensiv daran gearbeitet, mit Kreuzbewegungen und schnellem Spiel in die Tiefe und Breite die nötigen Freiräume zu schaffen. „Was wir uns im Training erarbeitet und für das Spiel vorgenommen haben, wurde von der ersten bis zur letzten Minute hervorragend umgesetzt. Ich bin hochzufrieden mit der Vorstellung der Mannschaft, die immer bemüht war, Tempo-Handball zu spielen“, lobte Trainer Andreas Simon den starken Auftritt seiner Mannen.

Den ersten Treffer erzielten zwar die Landsberger, die Hausherren hatten aber sofort die richtige Antwort parat und gingen mit einem 4:0-Lauf in Führung. Da der ein der andere Wurf noch nicht genau genug platziert wurde, kam der Landsberger HV durch zwei Treffer aus dem Rückraum noch einmal auf 4:3 heran (7.). Zudem hatte Keeper Steffen Hohmann mit starken Paraden nach Tempogegenstößen die Führung gesichert. Im weiteren Verlauf zog der HV Ilsenburg davon, vor allem Markus Czaja sorgte für viel Wirbel im Angriff. Nach seinem vierten Treffer zum 10:5 reagierte der Gästecoach mit einer Manndeckung (16.).

Schnelles Angriffsspiel

Auch hiervon ließen sich die Ilsenburger nicht aus dem Rhythmus bringen, fortan nutzten Czajas Nebenleute die sich bietenden Räume, um den Vorsprung weiter zu erhöhen. Ob Michal Filous von Rechtsaußen, Chris Sadowski und Lenny Rinke aus dem Rückraum oder Michael Gohlke als sicherer Siebenmeterschütze – mit schnellem Angriffsspiel wurde die Gästeabwehr ein ums andere Mal auseinander genommen und die Führung zur Pause auf 18:11 ausgebaut.

Auch in der zweiten Halbzeit hielt der HV Ilsenburg das Tempo hoch, mit einem 4:0-Lauf binnen drei Minuten zogen die Ilsestädter unaufhaltsam auf 22:11 davon. Mit variablem und schnellem Angriffsspiel wurde immer wieder die Lücke im Deckungsverbund der Gäste gesucht, war diese mal nicht auf Anhieb gegeben, bauten die Ilsenburger ihren Angriff neu auf. Im Verbund mit einer sicheren Deckung und einem konstant stark haltenden Steffen Hohmann zwischen den Pfosten wuchs der Vorsprung bis zur 43. Minute auf 29:15 an.

Rückstand verkürzt

In der Schlussphase ließen die Ilsenburger im Gefühl des sicheren Sieges die ein oder Chance liegen, unter anderem auch zwei Siebenmeter innerhalb einer Minute. Der Landsberger HV, der zwar spielerisch gute Ansätze zeigte, im Abschluss aber die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ, verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf elf Tore (32:21/55.). Am deutlichen 35:22-Sieg, der auch in dieser Höhe vollauf verdient war, gab es aber nichts zu rütteln.

„Das war wirklich ein sehr gutes und schnelles Handballspiel meiner Jungs, es war ein nahezu perfekter Tag und ich habe kaum etwas kritisieren. Es bewahrheitet sich, dass wir eine gewisse Zeit benötigen, um unseren Rhythmus zu finden. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, ich bin zuversichtlich, was die kommenden Aufgaben angeht. Eigentlich schade, dass wir am nächsten Wochenende spielfrei sind“, so HVI-Coach Andreas Simon. Danach stehen für den aktuellen Tabellenzweiten zwei weitere Heimspiele an, am 8. Oktober gegen die TSG Calbe/Saale II und am 15. Oktober gegen den HC Burgenland II.

HV Ilsenburg: Homann, Papies - Czaja (6), Zuzanek, Sadowski (6), Hoffmann (3), Filous (4), Kausch (4), Bittner (1), Gohlke (5/5), Rinke (5), Kunze (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - Landsberger HV 5; Siebenmeter: HV Ilsenburg 7/5 - Landsberger HV 3/3 .

In der Schlussphase zu siegessicher

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Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat das Heimspiel in der Handball-Verbandsliga gegen Rot-Weiß Staßfurt mit 31:27 für sich entschieden.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Verbandsliga-Handballer vom HV Ilsenburg haben im ersten Saisonspiel vor den eigenen Fans nahtlos an die Heimstärke der letzten Spielserie angeknüpft. Der 31:27-Sieg gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt war deutlich souveräner, wie es das Ergebnis aussagt.

Trainer Andreas Simon musste erneut auf drei wichtige Stammkräfte verzichten (Hoffmann, Ninnemann, Gohlke), dafür war Rückkehrer Martin Kays das erste Mal wieder mit von der Partie. In den ersten zehn Minuten verlief die Partie auf Augenhöhe, der HV Ilsenburg legte stets vor, die Oberliga-Reserve des HV Rot-Weiß Staßfurt zog nach. Mit drei Treffern in Serie zum 6:8 gingen die Gäste erstmals in Führung (13.).

„Wir wollten das Tempo von Beginn an hochhalten, waren in dieser Phase aber zu dicht auf der Abwehr und haben uns durch Ballverluste Tempogegenstöße eingefangen“, erklärte Andreas Simon.

Nach Rückstand dreht Ilsenburg auf

Seine Schützlinge ließen sich dadurch aber nicht von ihrer Linie abbringen, im Gegenteil. Es folgte die stärkste Phase der Ilsenburger, mit einem 6:0-Lauf binnen sechs Minuten warfen die Hausherren eine 12:8-Führung heraus. Die Deckung stand in dieser Phase richtig gut und auch Keeper Steffen Hohmann, der unter anderem zwei Strafwürfe parierte, steigerte sich zunehmend.

Auch eine Auszeit und ein vergebener Siebenmeter brachte die ganz in schwarz gekleidete HVI-Sieben nicht aus dem Tritt, die Führung wurde über ein 15:9 (25.) bis zur Pause auf 17:10 ausgebaut. Die letzten beiden Treffer im ersten Abschnitt erzielten die Gastgeber sogar in Unterzahl. Neben Markus Czaja, der sich immer wieder im Eins-gegen-Eins durchsetzte, zeigte sich vor allem Sebastian Kausch in der ersten Halbzeit sehr treffsicher. Sieben seiner acht Tore hatte der Kreisläufer bereits zur Pause erzielt.

„Die Kabinenansprache fiel in Anbetracht der guten Vorstellung sehr gut aus, nach 60 Sekunden war schon alles erzählt und die Jungs sind schnell wieder auf die Platte zurückgekehrt“, blickte Simon auf eine starke Phase ab Mitte der ersten Halbzeit zurück. Seine Jungs sollten das Tempo weiter hochhalten - und dieser Ratschlag wurde beherzigt.

Vorsprung ausgebaut

Der HVI knüpfte nahtlos an die gute erste Halbzeit an, Markus Czaja, Jaroslaw Zuzanek und Eric Kunze, der die folgenden beiden Siebenmeter verwandelte, schraubten den Vorsprung mit ihren Treffern bereits bis zur 41. Minute beim Stand von 25:15 auf zehn Tore. Ein Tempogegenstoß war dabei besonders sehenswert, nach abgeblocktem Ball und Pass von Sebastian Kausch musste Kunze nur noch einen Schritt laufen, ehe er den Ball im Tor­eck versenkte.

Bis sieben Minuten vor Ende sah es bei einer 30:21-Führung weiterhin nach einem klaren Sieg aus, doch dann ließen die Ilsestädter die Zügel im Gefühl des sicheren Sieges etwas schleifen. „Die letzten Minuten waren das einzige Manko einer sonst starken Partie. In dieser Phase haben wir dem Gegner die Bälle förmlich vorgelegt, vom Fußfehler bis zum misslungenen Kempatrick war alles dabei. Auch die Abwehr stand zu offen“, bemängelte HVI-Coach Andreas Simon.

Davon profitierte in erster Linie Staßfurts Kevin Engelhardt, der vier seiner sieben Tore in der Schlussphase erzielte. Der Sieg geriet dadurch aber nicht mehr in Gefahr, am Ende stand ein 31:27 an der Anzeigetafel.

„In der Schlussphase waren wir zu siegessicher, ich hatte aber nie das Gefühl, dass es noch in die Hose geht. Es war wichtig, das erste Heimspiel zu gewinnen. Zu Beginn der Saison läuft noch nicht alles rund, da müssen wir uns durchhangeln. In Köthen sind Denis Ninnemann und Norman Hoffmann wieder dabei, auch da wollen wir was holen“, gibt sich Simon zuversichtlich.

HV Ilsenburg: Hohmann, Papies - Czaja (9), Zuzanek (2), Sadowski (2), Rinke (2), Filous, Kausch (8), Bittner (2), Kunze (6/2), Schneider, Kays.

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - HV Staßfurt II 1; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/2 - HV Staßfurt II 4/2.

SCM gewinnt gegen Ystads IF

Veröffentlicht in Turnier 2017.

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Robert Weber vom SC Magdeburg war im ersten Spiel des 28. Klaus-Miesner-Gedenkturnier bester Werfer. Archivfoto: Eroll Popova

Robert Weber vom SC Magdeburg war im ersten Spiel des 28. Klaus-Miesner-Gedenkturnier bester Werfer. Archivfoto: Eroll Popova

Bundesligist SC Magdeburg ist mit einem mit 31:22-Sieg gegen die schwedischen Handballer in das 28. Klaus-Miesner-Gedenkturnier gestartet.

Von Manuel Holscher

Ilsenburg l Der SC Magdeburg ist mit einem 31:22 (16:11)-Sieg gegen Ystads IF aus Schweden in das 28. Klaus-Miesner-Gedenkturnier in Ilsenburg gestartet. Bester Werfen war Robert Weber mit elf Treffern.

Am Sonnabend (17 Uhr) geht es für den SCM gegen Aalborg Handbold aus Dänemark weiter. Der Erstligist hatte sich mit 32:30 nach Siebenmeterwerfen gegen den Bundesligisten HC Erlangen durchgesetzt. „Ich bin mit dem Auftakt zufrieden. Mit Aalborg treffen wir auf einen starken Gegner“, sagte SCM-Spieler Michael Damgaard.

Drei Europameister sind mit dabei

Veröffentlicht in Turnier 2017.

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Die MT Melsungen kommt als Titelverteidiger in den Harz. Foto: Alibek Käsler

Die MT Melsungen kommt als Titelverteidiger in den Harz. Foto: Alibek Käsler

Die 28. Auflage des internationales Klaus-Miesner-Gedenkturnier hält wieder hochkarätige Besetzung bereit.

Von Florian Bortfeldt

Ilsenburg l Am Freitag geht es los: Die inzwischen 28. Auflage des internationalen Klaus-Miesner-Gedenkturniers wird am späten Nachmittag in der Ilsenburger Harzlandhalle eröffnet (17 Uhr).

Wieder wurde ein tolles Turnierfeld auf die Beine gestellt. Neben dem SC Magdeburg, der MT Melsungen und dem HC Erlangen aus der 1. Bundesliga sind die Spitzenteams Orlen Wisla Plock (Polen), Ystads IF (Schweden) und Aalborg Handbold (Dänemark) mit dabei. Das Team aus Melsungen war schon mehrfach im Harz aktiv, strebt 2017 nach 2009 und 2016 den dritten Erfolg an.

Die Nord-Hessen gehen jedes Jahr etwas ambitionierter in die Saison, so auch 2017/18. Dafür spricht die Verpflichtung von Finn Lemke. Der Europameister, Olympia-Bronzemedaillengewinner und DHB-Pokalsieger kommt vom SCM. Die MT hat aber weit mehr zu bieten, mit Tobias Reichmann und Julius Kühn u.a. zwei weitere „Goldjungs“ der aktuellen DHB-Auswahl. Melsungen startet heute um 21 Uhr gegen Wisla Plock.

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