 Von Ingolf Geßler
Marianne Miesner (links) ehrt Tim Winkler von Skjern Håndbold als besten Torhüter des Turniers. Die Magdeburg Gladiators müssen weiter auf ihren zwölften Sieg beim Klaus-Miesner-Gedenkturnier warten. In einem packenden Finale mussten sich die Elbestädter nach toller Aufholjagd dem Turnierneuling MT Melsungen mit 28 : 29 ( 13 : 14 ) geschlagen geben. Ilsenburg. Vor etwas 800 Zuschauern, über beide Turniertage waren es um die 1 500 Besucher, lieferten sich die beiden Finalisten eine hart umkämpfte Partie bis zur letzten Sekunde. Zunächst hatten die Gladiators mit einer 10 : 5-F ührung die Nase vorn, zur Pause hatten die Melsunger das Spiel bereits zu ihren Gunsten gedreht ( 13 : 14 ). Nach Wiederanpfi ff baute der Turnierneuling seine Führung weiter aus, beim Spielstand von 19 : 24 schien die Partie zwölf Minuten vor dem Ende gelaufen. Doch die Magdeburger kämpften sich mit einer tollen Moral noch einmal in die Partie zurück. Als Neuzugang Robert Weber die Gladiators mit einem seiner sicher verwandelten Siebenmeter auf 27 : 28 heranbrachte, war die Stimmung in der Harzlandhalle am Kochen. Doch ausgerechnet der Ex-Magdeburger Alexandros Vasilakis zerstörte mit einem verwandelten Siebenmeter die Sieghoffnungen des SCM. Tags zuvor hatten sich beide Teams in der Vorrundengruppe jeweils souverän Platz eins gesichert. Der MT Melsungen behauptete sich in Gruppe A vor Skjern Håndbold und den erfrischend aufspielenden SCM YoungsterS. Der Zweitligist hielt gegen Melsungen bis zur Pause hervorragend mit, gegen den schwedischen Erstligisten erkämpfte die YoungsterS, in deren Reihen auch der Ilsenburger Niklas Kupfer nach langer Verletzung wieder dabei war, sogar ein Remis. Die Gladiators setzten sich in der Gruppe B mit zwei souveränen Siegen gegen die schwedische Vertretung von Ystad IF und die Kadetten Schaffhausen aus der Schweiz durch. In den Platzierungsspielen sicherten sich die Kadetten Schaffhausen mit einem Sieg die SC Magdeburg YoungsterS den fünften Platz, im rein skandinavischen Duell um Platz drei behielten Skjern Håndbold gegen Turnierneuling Ystad IF deutlich die Oberhand. Die Dänen konnten sich mit ihrem Keeper Tim Winkler auch über die Ehrung des besten Torhüters freuen, die übrigen Preise gingen aber an die SC Magdeburg Gladiators. Der österreichische Neuzugang Robert Weber bekam mit 25 Treffern den Pokal des besten Torjägers, Bartosz Jurecki wurde als bester Spieler geehrt. Nach der Siegerehrung zog Hans-J ürgen Titze vom HV Ilsenburg ein positives Fazit, bedankte sich bei den Zuschauern, Sponsoren und allen fleißigen Helfern für die tolle Unterstützung. [Quelle: www.volksstimme.de] |