Duell um die Tabellenführung

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Mit vollem Einsatz, wie ihn hier Norman Hoffmann im Spiel gegen die TSG Calbe II demonstriert – will der HV Ilsenburg das Topspiel gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz angehen. Foto: Ingolf Geßler

Mit vollem Einsatz, wie ihn hier Norman Hoffmann im Spiel gegen die TSG Calbe II demonstriert – will der HV Ilsenburg das Topspiel gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz angehen. Foto: Ingolf Geßler

In der Ilsenburger Harzlandhalle kommt es zum Spitzenspiel des HV Ilsenburg gegen Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Das Topspiel der Handball-Verbandsliga Süd wird am Sonntag um 15.15 Uhr in der Ilsenburger Harzlandhalle angepfiffen. Der gastgebende HV Ilsenburg, mit makelloser Bilanz von 14:0-Punkten Spitzenreiter, erwartet den Zweitplatzierten, SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz.

Ilsenburg bisher ungeschlagen

Es ist das Duell zweier Meisterschaftskandidaten, die bereits zum frühen Zeitpunkt Saison ihre Ambitionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Der HV Ilsenburg hat als Vizemeister der Vorsaison bisher alle sieben Spiele gewonnen, der SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, der zum Ende der letzten Serie mit zwei Niederlagen noch auf Rang sechs abrutschte, folgt mit nur einer Niederlage beim Tabellendritten BSV Fichte Erdeborn auf dem zweiten Platz.

Die aktuelle Situation dürfte den Ilsenburgern die Favoritenrolle zuspielen, wären da nicht die beiden Vergleiche aus der Vorsaison. Da verloren die Harzer sowohl das Hinspiel in der Lutherstadt (22:24) als auch die Heimpartie – und dies ziemlich derb mit 20:29.

Mit breiter Brust auflaufen

„Wir haben aus der letzten Saison noch etwas gut zu machen, nach den bisherigen Ergebnissen werden wir gerade als Heimmannschaft mit breiter Brust in dieses Spitzenspiel gehen“, kündigt HVI-Trainer Andreas Simon eine selbstbewusste Ilsenburger Mannschaft an. „Gegenüber dem letzten Spiel beim Schlusslicht Coswig heißt es in erster Linie, unsere Wurfquote zu verbessern. Auch auf den starken Rückraum des Gegners müssen wir uns einstellen. Zudem verfügt Wittenberg-Piesteritz über ein körperbetonte Deckung, wir müssen also viel Bewegung in unseren Angriff bringen“, so Simon.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Lenny Rinke, ansonsten sind bis auf Jaroslav Zuzanek alle Spieler an Bord.

Ilsenburger Handballer ohne Punktverlust

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Lenny Rinke (Zweiter von rechts) wird von zwei „Burgenländern“ in die Mangel genommen und versucht seinen Nebenmann Markus Czaja (links) ins Spiel zu bringen. Beide steuerten fünf Treffer zum knappen Heimsieg gegen die Saalestädter bei. Foto: Ingolf Geßler

Lenny Rinke (Zweiter von rechts) wird von zwei „Burgenländern“ in die Mangel genommen und versucht seinen Nebenmann Markus Czaja (links) ins Spiel zu bringen. Beide steuerten fünf Treffer zum knappen Heimsieg gegen die Saalestädter bei. Foto: Ingolf Geßler

Am 6. Spieltag der Handball-Verbandsliga bleibt der HV Ilsenburg nach dem 35:34-Sieg weiter ohne Punktverlust.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Der HV Ilsenburg ist in der Handball-Verbandsliga auch nach dem sechsten Spieltag ohne Punktverlust. Beim 35:34-Erfolg über den HC Burgenland II mussten die Anhänger aber bis in die Schlussminuten hinein um den Sieg bangen.

Vielversprechender Start

Die Gastgeber erwischten ohne Jaroslav Zuzanek, der sich im letzten Heimspiel gegen Calbe den Daumen gebrochen hatte, einen vielversprechenden Start. Zwar ging der erste Treffer auf das Konto der Burgenländer, doch dann erzielten die Hausherren fünf Tore in Folge und alles sah nach dem nächsten ungefährderten Heimsieg aus. Doch weit gefehlt. Im weiteren Verlauf ließen die Ilsenburger gerade von den Außenpositionen einige klare Chancen aus und nach knapp acht Minuten hatte die Oberliga-Reserve des HC Burgenland zum 5:5 ausgeglichen.

„Wir wussten um die Offensivstärke des Gegners und ihren besten Torschützen Tobias Seyfarth, waren auch gut darauf eingestellt, haben es an diesem Tag aber schlecht umgesetzt“, so Andreas Simon. Beim Stand von 9:10 (16.) reagierte der HVI-Coach mit einer Auszeit, doch die Umstellung auf eine offensivere 5:1-Deckung verfehlte zunächst noch ihre Wirkung.

Gäste ziehen davon

„Wir haben die Einläufer nicht konsequent genug angenommen, so kam der Gegner über den linken Rückraum und den Kreis immer wieder zum Abschluss“, bemängelte Andreas Simon. Die Gäste zogen auf 9:13 davon und führten bis kurz vor der Pause weiter mit vier Toren (13:17, 27.), ehe der HVI im Endspurt der ersten Halbzeit auf 16:18 herankam.

In der Pause gab Andreas Simon seinen Leuten mit auf den Weg, den Gegner konsequenter zu verteidigen. Der Start verlief mit zwei schnellen Toren von Eric Kunze und Markus Czaja auch verheißungsvoll, doch im weiteren Verlauf gerieten die Ilsenburger wieder mit 20:23 ins Hintertreffen (39.).

Taktische Maßnahme griff

In der entscheidenden Phase griff die taktische Maßnahme, den mit elf Toren erfolgreichsten HC-Werfer Tobias Seyfarth in Manndeckung zu nehmen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit wurden auch im Angriff mit schnellem Spiel die nötigen Räume geschaffen. Hiervon profitierte besonders Kreisspieler Sebastian Kausch, der nach dem Seitenwechsel sechs seiner acht Tore erzielte. Auch Michael Gohlke steuerte zur hundertprozentigen Siebenmeterquote in der Endphase zwei wichtige Treffer aus dem Rückraum bei.

„Beim Stand von 28:28 haben wir dann Oberwasser bekommen, einmal mehr hat sich die Tiefe im Kader bezahlt gemacht“, so HVI-Coach Simon. Knackpunkt für die Gäste war eine Rote Karte gegen Trainer Norman Öttner beim Stand von 34:32 (58.), in Überzahl ließen sich die Ilsenburger die Führung nicht mehr nehmen.

Ilsenburg führt Tabelle an

„Zum ersten Mal war die Mannschaft in der Situation, mit vier Toren zurück zu liegen, das hat sie gut gemeistert. Trotzdem müssen wir analysieren, was schief gelaufen ist und vor dem anstehenden Spitzenspiel gegen Wittenberg/Piesteritz in zwei Wochen verbessert werden muss“, so Simon. Da die Wittenberger das Topspiel beim BSV Fichte Erdeborn verloren, führt der HV Ilsenburg nun die Tabelle an.

HV Ilsenburg: Homann, Papies - Czaja (5), Rinke (5), Sadowski (3), Filous, Kausch (8), Bittner (1), Gohlke (5/3), Hoffmann (3), Kays (1), Kunze (4), Schneider, Hain;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 2 - HC Burgenland II 4 + Rote Karte gegen Trainer Norman Öttner (58.); Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/3 - HC Burgenland II 3/3.

Schon nahe an der Perfektion

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Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Sebastian Kausch (vorn) lieferte in der Abwehr eine starke Partie ab und schraubte seine Trefferkonto in der Schlussphase noch auf vier Treffer. Archivfoto: Ingolf Geßler

Einen 35:22-Erfolg hat der HV Ilsenburg in der Handball-Verbandsliga Süd gegen den Landsberger HV geholt.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Der HV Ilsenburg kommt in der Handball-Verbands­liga Süd mit jedem Spiel besser in Schwung. Beim 35:22-Erfolg über den Landsberger HV sprach Trainer Andreas Simon von einer nahezu perfekten Vorstellung.

Intensives Trainings

Nachdem es in der Auswärtspartie bei der HG 85 Köthen II dem Angriffsspiel etwas an Schnelligkeit gefehlt hatte, wurde im Training intensiv daran gearbeitet, mit Kreuzbewegungen und schnellem Spiel in die Tiefe und Breite die nötigen Freiräume zu schaffen. „Was wir uns im Training erarbeitet und für das Spiel vorgenommen haben, wurde von der ersten bis zur letzten Minute hervorragend umgesetzt. Ich bin hochzufrieden mit der Vorstellung der Mannschaft, die immer bemüht war, Tempo-Handball zu spielen“, lobte Trainer Andreas Simon den starken Auftritt seiner Mannen.

Den ersten Treffer erzielten zwar die Landsberger, die Hausherren hatten aber sofort die richtige Antwort parat und gingen mit einem 4:0-Lauf in Führung. Da der ein der andere Wurf noch nicht genau genug platziert wurde, kam der Landsberger HV durch zwei Treffer aus dem Rückraum noch einmal auf 4:3 heran (7.). Zudem hatte Keeper Steffen Hohmann mit starken Paraden nach Tempogegenstößen die Führung gesichert. Im weiteren Verlauf zog der HV Ilsenburg davon, vor allem Markus Czaja sorgte für viel Wirbel im Angriff. Nach seinem vierten Treffer zum 10:5 reagierte der Gästecoach mit einer Manndeckung (16.).

Schnelles Angriffsspiel

Auch hiervon ließen sich die Ilsenburger nicht aus dem Rhythmus bringen, fortan nutzten Czajas Nebenleute die sich bietenden Räume, um den Vorsprung weiter zu erhöhen. Ob Michal Filous von Rechtsaußen, Chris Sadowski und Lenny Rinke aus dem Rückraum oder Michael Gohlke als sicherer Siebenmeterschütze – mit schnellem Angriffsspiel wurde die Gästeabwehr ein ums andere Mal auseinander genommen und die Führung zur Pause auf 18:11 ausgebaut.

Auch in der zweiten Halbzeit hielt der HV Ilsenburg das Tempo hoch, mit einem 4:0-Lauf binnen drei Minuten zogen die Ilsestädter unaufhaltsam auf 22:11 davon. Mit variablem und schnellem Angriffsspiel wurde immer wieder die Lücke im Deckungsverbund der Gäste gesucht, war diese mal nicht auf Anhieb gegeben, bauten die Ilsenburger ihren Angriff neu auf. Im Verbund mit einer sicheren Deckung und einem konstant stark haltenden Steffen Hohmann zwischen den Pfosten wuchs der Vorsprung bis zur 43. Minute auf 29:15 an.

Rückstand verkürzt

In der Schlussphase ließen die Ilsenburger im Gefühl des sicheren Sieges die ein oder Chance liegen, unter anderem auch zwei Siebenmeter innerhalb einer Minute. Der Landsberger HV, der zwar spielerisch gute Ansätze zeigte, im Abschluss aber die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ, verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf elf Tore (32:21/55.). Am deutlichen 35:22-Sieg, der auch in dieser Höhe vollauf verdient war, gab es aber nichts zu rütteln.

„Das war wirklich ein sehr gutes und schnelles Handballspiel meiner Jungs, es war ein nahezu perfekter Tag und ich habe kaum etwas kritisieren. Es bewahrheitet sich, dass wir eine gewisse Zeit benötigen, um unseren Rhythmus zu finden. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, ich bin zuversichtlich, was die kommenden Aufgaben angeht. Eigentlich schade, dass wir am nächsten Wochenende spielfrei sind“, so HVI-Coach Andreas Simon. Danach stehen für den aktuellen Tabellenzweiten zwei weitere Heimspiele an, am 8. Oktober gegen die TSG Calbe/Saale II und am 15. Oktober gegen den HC Burgenland II.

HV Ilsenburg: Homann, Papies - Czaja (6), Zuzanek, Sadowski (6), Hoffmann (3), Filous (4), Kausch (4), Bittner (1), Gohlke (5/5), Rinke (5), Kunze (1);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - Landsberger HV 5; Siebenmeter: HV Ilsenburg 7/5 - Landsberger HV 3/3 .

In der Schlussphase zu siegessicher

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Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal hat Ilsenburgs bester Werfer Markus Czaja (am Ball) die Staßfurt Abwehr „ausgewackelt“ und erzielt einen seiner insgesamt neun Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg hat das Heimspiel in der Handball-Verbandsliga gegen Rot-Weiß Staßfurt mit 31:27 für sich entschieden.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Die Verbandsliga-Handballer vom HV Ilsenburg haben im ersten Saisonspiel vor den eigenen Fans nahtlos an die Heimstärke der letzten Spielserie angeknüpft. Der 31:27-Sieg gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt war deutlich souveräner, wie es das Ergebnis aussagt.

Trainer Andreas Simon musste erneut auf drei wichtige Stammkräfte verzichten (Hoffmann, Ninnemann, Gohlke), dafür war Rückkehrer Martin Kays das erste Mal wieder mit von der Partie. In den ersten zehn Minuten verlief die Partie auf Augenhöhe, der HV Ilsenburg legte stets vor, die Oberliga-Reserve des HV Rot-Weiß Staßfurt zog nach. Mit drei Treffern in Serie zum 6:8 gingen die Gäste erstmals in Führung (13.).

„Wir wollten das Tempo von Beginn an hochhalten, waren in dieser Phase aber zu dicht auf der Abwehr und haben uns durch Ballverluste Tempogegenstöße eingefangen“, erklärte Andreas Simon.

Nach Rückstand dreht Ilsenburg auf

Seine Schützlinge ließen sich dadurch aber nicht von ihrer Linie abbringen, im Gegenteil. Es folgte die stärkste Phase der Ilsenburger, mit einem 6:0-Lauf binnen sechs Minuten warfen die Hausherren eine 12:8-Führung heraus. Die Deckung stand in dieser Phase richtig gut und auch Keeper Steffen Hohmann, der unter anderem zwei Strafwürfe parierte, steigerte sich zunehmend.

Auch eine Auszeit und ein vergebener Siebenmeter brachte die ganz in schwarz gekleidete HVI-Sieben nicht aus dem Tritt, die Führung wurde über ein 15:9 (25.) bis zur Pause auf 17:10 ausgebaut. Die letzten beiden Treffer im ersten Abschnitt erzielten die Gastgeber sogar in Unterzahl. Neben Markus Czaja, der sich immer wieder im Eins-gegen-Eins durchsetzte, zeigte sich vor allem Sebastian Kausch in der ersten Halbzeit sehr treffsicher. Sieben seiner acht Tore hatte der Kreisläufer bereits zur Pause erzielt.

„Die Kabinenansprache fiel in Anbetracht der guten Vorstellung sehr gut aus, nach 60 Sekunden war schon alles erzählt und die Jungs sind schnell wieder auf die Platte zurückgekehrt“, blickte Simon auf eine starke Phase ab Mitte der ersten Halbzeit zurück. Seine Jungs sollten das Tempo weiter hochhalten - und dieser Ratschlag wurde beherzigt.

Vorsprung ausgebaut

Der HVI knüpfte nahtlos an die gute erste Halbzeit an, Markus Czaja, Jaroslaw Zuzanek und Eric Kunze, der die folgenden beiden Siebenmeter verwandelte, schraubten den Vorsprung mit ihren Treffern bereits bis zur 41. Minute beim Stand von 25:15 auf zehn Tore. Ein Tempogegenstoß war dabei besonders sehenswert, nach abgeblocktem Ball und Pass von Sebastian Kausch musste Kunze nur noch einen Schritt laufen, ehe er den Ball im Tor­eck versenkte.

Bis sieben Minuten vor Ende sah es bei einer 30:21-Führung weiterhin nach einem klaren Sieg aus, doch dann ließen die Ilsestädter die Zügel im Gefühl des sicheren Sieges etwas schleifen. „Die letzten Minuten waren das einzige Manko einer sonst starken Partie. In dieser Phase haben wir dem Gegner die Bälle förmlich vorgelegt, vom Fußfehler bis zum misslungenen Kempatrick war alles dabei. Auch die Abwehr stand zu offen“, bemängelte HVI-Coach Andreas Simon.

Davon profitierte in erster Linie Staßfurts Kevin Engelhardt, der vier seiner sieben Tore in der Schlussphase erzielte. Der Sieg geriet dadurch aber nicht mehr in Gefahr, am Ende stand ein 31:27 an der Anzeigetafel.

„In der Schlussphase waren wir zu siegessicher, ich hatte aber nie das Gefühl, dass es noch in die Hose geht. Es war wichtig, das erste Heimspiel zu gewinnen. Zu Beginn der Saison läuft noch nicht alles rund, da müssen wir uns durchhangeln. In Köthen sind Denis Ninnemann und Norman Hoffmann wieder dabei, auch da wollen wir was holen“, gibt sich Simon zuversichtlich.

HV Ilsenburg: Hohmann, Papies - Czaja (9), Zuzanek (2), Sadowski (2), Rinke (2), Filous, Kausch (8), Bittner (2), Kunze (6/2), Schneider, Kays.

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - HV Staßfurt II 1; Siebenmeter: HV Ilsenburg 3/2 - HV Staßfurt II 4/2.

Hoffmann verwandelt nervenstark

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Was für eine Dramatik: Nach deutlichem Rückstand drehte der HV Ilsenburg beim HT 1861 Halberstadt das Derby noch zu seinen Gunsten.

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Matthias Eckhardt steigt zum Wurf hoch. Mit zwei Toren hatte er im Derby auch seinen Anteil am hauchdünnen Auswärtssieg in Halberstadt. Foto: Ralph Nehrkorn

Halberstadt (fbo) l HVI-Trainer Andreas Simon musste auf Jan Pesenecker, Michael Gohlke, Markus Czaja und Lenny Rinke verzichten. Als Verstärkung nahm er Spieler der zweiten Mannschaft mit.

Im letzten Heimspiel dieser Saison hatten sich die Handballer des HT 1861 Halberstadt gegen den Tabellenzweiten einiges vorgenommen, auch um den Klassenerhalt zu sichern.

Dieses Derby hatte am Sonntagnachmittag alles, was ein Derby haben soll: Das Niveau stimmte, beide Teams warfen alles in die Waagschale und es war vor allen Dingen spannend. In der temporeichen ersten Halbzeit waren die Domstädter das klar bessere Team.

Nach einem ausgeglichenem Beginn (3:3/ 6.) übernahmen die Gastgeber das Kommando. Über eine richtig starke Abwehr mit einem gut haltenden Jens Hoffmann im Tor waren viele Ballgewinne zu verzeichnen, die mehrfach zu erfolgreichen Kontern durch Robert Huber und Jonas Harbach genutzt wurden. Im Angriff zog Marco Eulenstein klug die Fäden und brachte die Rückraumspieler Torsten Reuner und Gerd Uhlmann immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Diese nutzten ihre Chancen zu Toren und so zogen die Halberstädter über ein 8:4 (12.) und 14:8 (15.) bis auf 17:8 (20.) mit neun Toren davon. Das war eine heikle Phase für den HVI, der durch eine Auszeit versuchte, Ordnung in sein Spiel zu bringen. Dies gelang den Gästen auch und sie verkürzten den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff auf sechs Tore (20:14). „Die erste Halbzeit fand mehr oder weniger ohne uns statt“, bilanzierte der Ilsenburger Coach Andreas Simon. „Wir haben zu oft die falschen Entscheidungen im Angriff getroffen und in der Defensive keinen Zugriff gefunden.“ Zu allem Überfluss verletzte sich auch Jaroslaw Zuzanek noch, fiel für den Rest der Partie aus.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie bis zur 45. Minute ausgeglichen. Über die Zwischenstände von 24:18 (40.) und 25:21 (45.) konnte der HT 1861 seinen Vorsprung aus der ersten Halbzeit noch halten.

Doch dann zeigten die Gäste, warum sie auf dem zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga Staffel Süd stehen. Während die Halberstädter das spielerische Niveau nicht mehr halten konnten und auch kräftemäßig spürbar nachließen, wusste sich der HVI nochmals zu steigern. Mario Dallmann zog gekonnt die Strippen auf der Mitteposition und Norman Hoffmann, Ex-Halberstädter, im linken Rückraum nun klug die Fäden, brachte seine Nebenleute aussichtsreich in Wurfpositionen oder war selbst erfolgreich. So verkürzten die Gäste Tor um Tor und gingen mit dem 30:29 (55.) selbst erstmals in Führung. Zuvor hatten sie auch eine dreifache Unterzahl gemeistert. Die Halberstädter bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf. Angetrieben von Torsten Reuner glichen sie dreimal (30:30/ 57., 31:31/ 58., 32:32/ 59.) aus. Es sah alles nach einem Unentschieden aus.

Eine völlig unnötige und harte Abwehraktion von Gerd Uhlmann auf Rechtsaußen ahndeten die Schiedsrichter in der Schlusssekunde mit einem Siebenmeter für den HV Ilsenburg. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht nehmen und der Halberstädter Norman Hoffmann verwandelte den fälligen Strafwurf souverän zum am Ende sicher auch glücklichen Sieg für den Tabellenzweiten.

Gästecoach Simon: „Zugegeben, das war ein brutales Ende für den HT. Wir sind natürlich glücklich. Das Team hat eine tolle Moral gezeigt, alles gegeben. Die Vize-Meisterschaft kann uns keiner mehr nehmen.“

 

HT 1861 Halberstadt: Hoffmann, Friedrich - Uhlmann (4), Fröhlich, Reuner (8), Liebscher, Huber (4), Harbach (7), Hamann (3), Lehmann (2), Eulenstein (3), Dietrich, Dörge, Kahle.

HV Ilsenburg: Homann, Deuring - Fahrtmann (5), Zuzanek, Hoffmann (10/4), Bittner, Schneider (1), Eckhardt (2), Dallmann (3), Kunze (8/3), Kausch (3), Hain, Müller.

Strafwürfe: HT 7/5, HVI 7/7; Zeitstrafen: HT 5, HVI 8.

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