Mit klarer Steigerung zum Heimsieg

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Mit klarer Steigerung zum Heimsieg

 
Entschlossen sucht Ilsenburgs Sebastian Kausch (links) den Weg Richtung Tor, der Kriesläufer hatte mit seinen neun Toren maßgeblichen Anteil am Heimsieg gegen Coswig. Foto: Ingolf Geßler

Entschlossen sucht Ilsenburgs Sebastian Kausch (links) den Weg Richtung Tor, der Kriesläufer hatte mit seinen neun Toren maßgeblichen Anteil am Heimsieg gegen Coswig. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Ilsenburg gewinnt im Kellerduell gegen Blau-Rot-Coswig mit 31:27 Toren und kann den direkten Gegner in der Tabelle noch überholen.

Von Ingolf Geßler
 

Ilsenburg l Nach bitteren Heimniederlagen gegen die Spitzenteams HSG Wolfen 2000 (31:32) und HC Burgenland II (28:29), verlief auch der Start in das Kellerduell alles andere als wunschgemäß. Die ersten beiden Treffer erzielten die Gäste aus Coswig, die sich im Hinspiel knapp mit 33:31 durchgesetzt hatten. Zwar wendete der HV Ilsenburg mit drei Treffern in Serie kurzzeitig das Blatt, bekam danach aber von Tobias Hinze, mit 13 Treffern bester Werfer der Partie, gleich vier Tore in Folge eingeschenkt.

Die Ilsenburger leisteten sich im Verlauf der ersten Halbzeit immer wieder Abspielfehler und technische Fehler, die dem Gegner in die Karten spielten. So reichte Coswig eine eher durchschnittliche Leistung, um die Führung bis zur Pausensirene zu behaupten. Zwischenzeitlich kämpfte sich der HV Ilsenburg zwar wieder heran und schaffte durch Sebastian Kausch auch den Ausgleichstreffer zum 10:10 (19.). Doch dann zogen die Blau-Roten, begünstigt durch zwei Zeitstrafen gegen den HV Ilsenburg und einem verworfenen Sibenmeter der Hausherren, mit vier Treffern in Serie wieder auf 10:14 davon. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit verkürzten Mario Dallmann, Michael Golhke und Eric Kunze den Rückstand mit ihren Treffern auf 15:17 und hielten damit die Hoffnungen auf den dritten Heimsieg der Saison aufrecht.

„Wir haben eine schwache erste Halbzeit gespielt und deutlich zu viele Gegentore kassiert. Wobei Coswig einfach nur die Vielzahl unserer Fehler genutzt hat. In der Kabine gab es die klare Marschroute, diese zu minimieren und auch im Abschluss konsequenter zu werden“, so Trainer Christian Goedecke.

6:0-Lauf bringt die Vorentscheidung

Diese Vorgabe wurden von den Ilsenburger umgesetzt, in einer starken zweiten Halbzeit war das Blatt mit drei Toren in Folge schnell gewendet. Die Vorentscheidung fiel ab Minute 39, als der HV Ilsenbuzrg mit sechs Treffern in Folge auf 25:19 davonzog. Neben einem überragenden Torwart Steffen Hohmann machten sich in dieser Phase auch taktische Schachzüge von Trainer Norman Müller bezahlt. Zum einen agierte der HVI in der Deckung mit einer 6:0- oder 5:1-Formation variantenreich, auch das Spiel mit zwei Kreisspielern bereitete Coswig große Probleme.

In der Schlussviertelstunde ließ der HV Ilsenburg nichts anbrennen und verwaltete die Führung clever. Kurzzeitig schöpfte Coswig beim Treffer zum 29:27 und eigener Überzahl noch einmal Hoffnung. Doch spätestens mit dem neunten Treffer von Sebastian Kausch, neben Michael Gohlke bester Werfer im HVI-Dress, war die Messe gelesen.

„Der Grundstein zum Sieg war eine starke kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft. Unser erklärtes Ziel ist es, die Saison nicht als Tabellenletzter zu beenden, ob es nun zum Klassenerhalt reicht oder nicht. Dafür werden wir in den letzten drei Spielen alles geben“, so Christian Goedecke.

Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Gohlke (8/3), Dallmann (3), Oppermann (4), Hoppe (2), Kausch (9), Kunze (3), Eckardt (1), Brune, Habel, Kortegast (1), Rasch, Ebeling;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 6 - Blau-Rot Coswig 6;

Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/3 - Blau-Rot Coswig 5/4

Wernigerode mit längerem Atem zum Sieg

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Im Prestigeduell wurde wie in dieser Szene, die Wernigerodes Maximilian Richter (Nummer 8) erfolgreich abschließt, ordentlich zugepackt. Obwohl vier Spieler vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden, verlief das Derby über weite Strecken sportlich fair. Foto: Ingolf Geßler

Im Prestigeduell wurde wie in dieser Szene, die Wernigerodes Maximilian Richter (Nummer 8) erfolgreich abschließt, ordentlich zugepackt. Obwohl vier Spieler vorzeitig unter die Dusche geschickt wurden, verlief das Derby über weite Strecken sportlich fair.
Foto: Ingolf Geßler

Verbandsliga-Derby statt Weltmeisterschaft hieß es in der Harzlandhalle.
Von Ingolß Geßler

Ilsenburg l Kurz nach dem die deutsche Handball-Nationalmannschaft das Spiel um Bronze verloren hatte, standen sich der HV Ilsenburg und HV Wernigerode zum Prestigeduell gegenüber.
Zuschauerzuspruch sehr hoch

Etwa 300 Zuschauer strömten in die Harzlandhalle, davon nahezu die Hälfte aus der „Bunten Stadt“. Die Wernigeröder starteten mit dem ersten Tor der Partie auch verheißungsvoll. In der Folge entwickelte sich eine spannende und umkämpfte Begegnung, die von einem Handball-Leckerbissen aber weit entfernt war. Beide Teams übertrafen sich im Auslassen guter Chancen, scheiterten immer wieder an den überragenden Keepern.

Die Ilsenburger zeigten sich in der ersten Hälfte etwas entschlossener und treffsicherer. Mit großem Einsatz wurde um jeden Ball gekämpft, bestes Beispiel war ein Hechtflug von Kreisspieler Sebastian Kausch, der somit noch einen langen Pass zum 8:4 ins Tor lenkte. Die junge HVW-Truppe scheiterte ein ums andere Mal am gut aufgelegtem HVI-Keeper Steffen Hohmann. Bis zum Pausenpfiff konnten die Gäste den Abstand noch auf 10:8 verkürzen, was sie auch ihrem stark haltenden Torwart Michael Grawe zu verdanken hatten. Zur Pause haderten die Wernigeröder mit ihrer Leistung, 19 Fehler bzw. Fehlwürfe bei nur acht Treffern sprachen eine klare Sprache.


Gäste gleichen aus

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die Gäste besser ins Spiel, Lucas Conradi glich per Strafwurf zum 12:12 aus (36.). Kurz danach kassierte Ilsenburgs Abwehrchef und Kreisläufer Sebastian Kausch seine zweite und nach anschließendem Meckern die dritte Zeitstrafe und musste vorzeitig Duschen (39.). Das Match wogte wieder hin und her. Die Ilsestädter legten vor, der HVW zog nach.

Bei zunehmender Hektik in einem fairen Derby sah Wernigerodes Spielmacher Tom Kaufmann nach einem Wortgefecht mit HVI-Keeper Hohmann die Rot/Blaue Karte, zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren mit 16:14 (47.). Moritz Tischer übernahm nun auf der Aufbauposition die Initiative und mit vier Treffern in Serie wendeten die Gäste das Blatt zu ihren Gunsten (16:18., 51.).
Ovationen nach Schlusspfiff

Als Michael Gohlke, der nach längerer Verletzungspause sein Comeback gab, auf Ilsenburger Seite ebenfalls seine dritten Zeitstrafe kassierte (53.), gelang den Wernigerödern durch Moritz Tischer erstmals eine vorentscheidende Drei-Tore-Führung zum 17:20. Dieser Vorsprung stand nach einer weiteren Roten Karte gegen Wernigerodes Marco Jahn auch zur Schlusssirene auf der Anzeigetafel, mit stehenden Ovationen feierte der HVW-An­hang den 23:20-Derbysieg.
Statistik

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Gohlke (1), Schneider (1), Brune (5), Bittner (3), Kausch (4/1), Kunze (2), Eckardt, Oppermann, Hain, Hoppe (4), Ebeling, Kortegast;

HV Wernigerode: Grawe, Stein - Tischer (6), Kaufmann (4), Schulze, Balint, Conradi (6/3), N. Christiansen (1), Eilers (4), Richter (1), O. Christiansen (1), Jahn, Günther, König;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 12 + Rote Karte gegen Sebastian Kausch (39.) und Michael Gohlke (53.) - HV Wernigerode 4 + Rot/Blaue Karte gegen Tom Kaufmann (47.) und Rote Karte gegen Marco Jahn (54,); Siebenmeter: HV Ilsenburg 2/1 - HV Wernigerode 4/3.

(Quelle: www.volksstimme.de)

Heimspiel 1. Männer

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Wir gratulieren unser Nationalmannschaft zum 1. Platz in der Hauptrunde und wünschen ihr viel Erfolg für das anstehende Halbfinale am Freitag Abend.

Am Sonntag übertragen wir das Finale der Handball-WM 2019 nach dem Spiel unserer Männer gegen den HV Wernigerode (Anpfiff 16.00 Uhr) live in der Harzlandhalle.
Beginn des Finale ist 17.30 Uhr.

Wir freuen uns über zahlreiche Unterstützung unser Teams an dem Tag.

#EINTEAMEINZIEL#NURDERHVI#HARZDERBY#DERBYTIME#DHB#WM2019

HSV Zerbst auswärts souverän

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Handball
HSV Zerbst auswärts souverän

16.10.2018

 
Paul  Kretschmer steuerte drei Tore zum klaren Auswärtssieg in Ilsenburg bei. Foto: Lydia Kulot

Paul Kretschmer steuerte drei Tore zum klaren Auswärtssieg in Ilsenburg bei. Foto: Lydia Kulot

Der HSV 2000 Zerbst kehrte mit einem 32:22 (13:10)-Auswärtssieg aus Ilsenburg zurück.

Von Axel Kulot
 

Ilsenburg l Die Gastgeber, die im Vergleich zur Vorsaison einige Abgänge zu verkraften hatten, standen vor dem Match bei 4:6 Punkten, hatten bis dato allerdings erst ein Heimspiel bestritten und dieses gegen Weißenfels mit 36:31 gewonnen.

Aber es war der HSV, der sofort hellwach war. Nach der Führung durch einen von Sebastian Daudert verwandelten Strafwurf legten die Zerbs- ter mit schnellen Toren von Schwenger, Rummel und Maer- ten nach und in der siebten Minute führte der HSV mit 5:0.

Natürlich reagierten die Gastgeber mit einer Auszeit, erzielten dann auch ihre ersten Treffer, aber der HSV blieb auf Kurs. Wiederum Daudert traf in der 20. Minute zum 10:4 für die Zerbster. Der Matchplan schien bis hierhin aufzugehen. ,,Ich möchte mich im Namen der Mannschaft bei den mitgereisten Fans für die tatkräftige Unterstützung bedanken“, sagte Trainer Markus Zimmermann. „Wir waren in der Lage, in den ersten 20 Minuten unser Spiel durchzusetzen. Danach war das Spiel relativ offen und geprägt von sehr vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten.“

In der Tat, beim HSV klemmte es jetzt im Angriff. Erst in der 30. Minute erzielte Paul Kretschmer den zwölften Treffer für den HSV. Die Gastgeber kämpften darum, den Rückstand zu verkürzen und ohne zu überzeugen, gelang es ihnen bis zur Pause auf drei Tore heran zu kommen.

Das gleiche Bild nach der Pause. Ilsenburg kämpfte sich Tor für Tor heran (16:17, 37.). Dem HSV schien das Spiel zu entgleiten. „Wir waren wieder nicht in der Lage, einen Sechs-Tore-Vorsprung zu verwalten und zu viel mit uns selbst beschäftigt“, sagte Zimmermann.

Aber gerade jetzt zeigte sich ein Unterschied zur letzten Saison. Hatte der HSV doch auswärts in solch engen Phasen einige Spiele aus der Hand gegeben, so scheint er in dieser Spielzeit cleverer und abgeklärter damit umzugehen. Zweimal Daudert und einmal Jonas Hohmann und die Zerbs- ter waren wieder in der Spur (20:16, 42.). Ilsenburg blieb noch bis zum 20:24 (49.) in Schlagweite, danach ging bei den Gastgebern fast nichts mehr und beim HSV fast alles.

Bilanz

,,Schlussendlich waren die Abwehr und Christian Geilich in den letzten 15 Minuten für diesen auch zu hohen Sieg verantwortlich. Ein Sieg mit zwei bis drei Toren wäre gerechtfertigt gewesen, aber Ilsenburg hat ab der 50. Minute auch aufgegeben. Im Angriff konnten wir einige Akzente setzen und spielerisch streckenweise überzeugen“, bilanzierte Zimmermann.

Dem Ziel, so zeitig wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, ist der HSV mit jetzt 8:4 Punkten ein ganzes Stück näher gekommen. In dieser Form hätte es die Mannschaft verdient, das noch mehr Zuschauer und Fans den Weg zu den Heimspielen finden. Nächste Gelegenheit dazu ist am Samstag im Heimspiel gegen den Weifienfelser HV 91.

HSV Zerbst: Geilich, Lorenz, Kilz, Osternann – Ille, Rummel (2), Gerke (1), Krümmling (l), Schwenger (1), Hohmann (2), Daudert (13), Maerten (5), Kieler (4), Kretschmer (3).

Derby HVW vs HVI

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HV Wernigerode feiert Derbysieg

11.09.2018

 
Lucas Conradi, mit acht Treffern bester HVW-Werfer, wird in dieser Szene von den beiden Ilsenburgern Johannes Bittner (links) und Steffen Oppermann hart in die Mangel genommen. Trotz aller Rivalität verlief das Derby wohltuend fair. Foto: Ingolf Geßler

Lucas Conradi, mit acht Treffern bester HVW-Werfer, wird in dieser Szene von den beiden Ilsenburgern Johannes Bittner (links) und Steffen Oppermann hart in die Mangel genommen. Trotz aller Rivalität verlief das Derby wohltuend fair. Foto: Ingolf Geßler

Der HV Wernigerode hat in heimischer Halle den HV Ilsenburg zum Derby empfangen.

Von Ingolf Geßler
 

Wernigerode l „Derbysieger, Derbysieger“, schallte es nach dem Schlusspfiff durch die Zindelhalle. In einem spannenden Harzderby der Handball-Verbandsliga Süd feierte das junge Team vom HV Wernigerode seinen ersten Saisonsieg – und mit dem 27:24 gleichzeitig einen Erfolg im prestigeträchtigen Duell mit dem HV Ilsenburg. Von der seit Jahren schwelenden Rivalität zwischen beiden Vereinen war vor dem ersten Derby seit über acht Jahren nichts zu spüren. Beide Teams gingen aufeinander zu und wollten sich auf die spielerische Komponente besinnen. Die Trainer tauschten sich untereinander aus und das spiegelte sich auch auf dem Spielfeld wider.

Den besseren Start erwischten die Hausherren, ein 4:1 nach sechs Minuten brachte die Fans gleich mächtig in Stimmung. Danach steigerten sich die Ilsenburger und die Kaufmann-Sieben verlor ihren Faden. Tor um Tor machten die Gäste gut, vor allem Spielmacher Matthias Eckardt glänzte mehrfach als Vollstrecker und mit Anspielen auf Kreisläufer Sebastian Kausch. Das junge Wernigeröder Team – der älteste Feldspieler der Start-Sieben war Jahrgang 1996 – produzierten in dieser Phase viele Fehlwürfe und musste in Überzahl innerhalb von zwei Minuten drei Gegentreffer hinnehmen. In der 14. Minute war der Ausgleich zum 5:5 hergestellt, zwei Minuten später führte der HV Ilsenburg sogar mit 5:7.

Torhüter prägen die Partie

Um diesen Lauf zu unterbrechen nahm Jens Kaufmann eine Auszeit und brachte damit wieder mehr Struktur ins Spiel der eigene Mannschaft. Trotzdem blieb es eine ausgeglichene Partie, die von zwei starken Torhütern Jan Sein (HVW) und Steffen Hohmann (HVI) geprägt war. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Lucas Conradi für die Wernigeröder das 14:12, mit dem es auch in die Kabinen ging. Schon zu diesem Zeitpunkt waren bei den Anhängern auf beiden Seiten die Leistung der Schiedsrichter das Gesprächsthema.

Bilder

 

 

 

 

Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber wieder besser ins Match. Erneut zeigte sich Rechtsaußen Lucas Conradi treffsicher, während die Ilsenburger einen Strafwurf vergaben. Beim Stand von 17:13 kam es dann knüppeldick für die Gäste: Erst verletzte sich Spielmacher Matthias Eckardt ohne gegnerische Einwirkung am Sprunggelenk und schied verletzt aus. Spielertrainer Norman Müller war als „Nachfolger“ keine Minute auf dem Feld, als er Moritz Tischer bei einer Abwehraktion im Gesicht traf und die Rote Karte sah (37.).

HV Ilsenburg zeigt Moral

Trotz dieser personellen Rückschläge und eines Fünf-Tore-Rückstandes (13:18/38.) gab sich der HVI nicht auf. Eine erneute Schwächephase der Hausherren mit vielen eigenen Fehler brachte die Gäste zurück ins Match. Ex-HVW-Spieler Norman Hoffmann, der nun die Rolle des Spielmachers übernahm, glich in der 50. Minute zum 19:19 aus. Die Ilsenburger Anhänger waren nun im Aufwind, doch wie schon in der ersten Halbzeit konnten die Wernigeröder das Blatt wieder zu ihren Gunsten wenden. Drei Tore in Folge brachten die 22:19-Führung und die Halle zum Kochen (54.).

Doch die Partie blieb umkämpft, Ilsenburg gab sich nicht auf. Vier Minuten vor Spielende waren die Gäste wieder auf 22:21 heran, eine Minute später beim 23:21 in doppelter Überzahl. Die Spannung war zum Greifen spürbar in der Zindelhalle. HVW-Keeper Jan Stein krönte seine starke Partie mit zwei Paraden, in den Gegenangriffen machten die A-Ju­gendlichen Gustav Eilers und Lucas Conradi mit ihren Treffern zum 25:22 den Sieg perfekt. Die Halle stand Kopf, bei nur noch einer Minute Spielzeit war das die Entscheidung. Mit stehenden Ovationen trieben die Anhänger ihren HV Wernigerode bis zum Spielende nach vorn. Nach 60 Minuten stand ein 27:24 auf der Anzeigetafel, ein spannendes Derby hatte einen nicht unbedingt erwarteten Sieger gefunden.

Statistik

HV Wernigerode: Stein, Konstabel - Tischer (4), Kaufmann (5/3), O. Christiansen (3), Conradi (8/1), N. Christiansen (1), Eilers (3), Balint (2), Richter, Deicke(1/1), König, Schulze, Jahn;

HV Ilsenburg: Hohmann, Gelinski - Gohlke (6/3), Eckardt (3), Hoffmann (4/2), Kunze (1), Kausch (3), Bittner (2), Oppermann (4), Müller (1), Hoppe, Habel, Rasch, Ebeling;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 4 - HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gg. Norman Müller (37.); Siebenmeter: HV Wernigerode 7/5 - HV Ilsenburg 8/5.

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