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Nahtlos an Harzderby angeknüpft

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Der HV Ilsenburg präsentiert sich in der Handball-Verbandsliga Süd weiter in starker Form.

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Auch für den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter HBC Wittenberg gab es in der Harzlandhalle nichts zu holen, die Ilsestädter siegten klar mit 33:24.

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Wieder hat Michael Gohlke (links) mit Unterstützung von Kreisläufer Sebastian Kausch eine Lücke zwischen den Wittenberger Abwehrrecken gefunden und erzielt einen seiner zwölf Treffer. Foto: Ingolf Geßler

Der Absteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga reiste als einziges unbesiegtes Team der Liga an, die einzigen Minuspunkte hatten die Wittenberger am „Grünen Tisch“ hinnehmen müssen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit verdeutlichte der HBC, warum er die Tabelle der Verbandsliga Süd souverän anführt. Vor allem die groß gewachsenen Rückraumspieler René Knabe und Janik Beese konnten sich trotz konzentrierter Abwehrleistung immer wieder in Szene setzen. Den gefährlichen Tempogegenstößen über die linke Wittenberger Angriffsseite schob Trainer Andreas Simon mit dem schnellen Marcel Lerich einen Riegel vor.

Begünstigt durch einige Fehlabspiele führten die Gäste in der Anfangsphase zwischenzeitlich mit 4:2, doch Keeper Jan Pesenecker hielt sein Team mit einigen starken Paraden, darunter einen Strafwurf, im Spiel. Der HV Ilsenburg glich schnell wieder zum 4:4 aus, danach verlief das Duell lange Zeit auf Augenhöhe. Bis zum 11:11 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen, dann reagierte HVI-Coach Andreas Simon mit einer Auszeit (27.). Er stellte auf eine Taktik mit zwei Kreisspielern um – und mit den letzten beiden Treffern der ersten Halbzeit warfen die Hausherren eine 14:12-Führung heraus.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Ilsenburger einen Start nach Maß, drei gegnerische Angriffe wurden abgefangen und der Vorsprung mit erfolgreichen Abschlüssen auf 17:12 ausgebaut. Die Gäste reagierten mit einer doppelten Manndeckung gegen den Ilsenburger Rückraum, aber ohne den erhofften Erfolg. Hier machte sich einmal mehr die starke Bank bezahlt, der HVI hatte immer eine passende Antwort parat. Ob Johannes Bittner nach schönem Tempogegenstoß, Marcel Lerich über Außen, Jaroslav Zuzanek als Vorbereiter oder Eric Brune mit einem sehenswerten Distanzwurf – die Offensive der Ilsestädter war von den Wittenbergern kaum auszurechnen.

Zum herausragenden Schützen avancierte aber ein Routinier: Michael Gohlke hatte sich bereits vor der Pause sehr treffsicher gezeigt, auch im Verlauf der zweiten Halbzeit versenkte er die Würfe mit viel Übersicht im gegnerischen Gehäuse und zeigte sich auch vom Siebenmeterpunkt mit makelloser Bilanz von fünf verwandelten Strafwürfen nervenstark.

Zwischenzeitlich versuchte es der HBC Wittenberg auch mit einem siebten Feldspieler, doch die HVI-Deckung und ein starker Jan Pesenecker ließen den Gegner verzweifeln. Spätestens als die Führung mit jeweils vier Treffern in Serie auf 21:17 bzw. 30:21 ausgebaut wurde, waren die letzten Zweifel am fünften Sieg im sechsten Heimspiel beseitigt.

„Die Mannschaft hat nahtlos an das gute Derby vor dem Jahreswechsel angeknüpft, der Sieg war letztlich auch in dieser Höhe verdient. Die Jungs können stolz auf die Leistung sein, ich bin mit dem Spiel rundum zufrieden“, lobte Ilsenburgs Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Gohlke(12/5), Rinke (2), Hoffmann (4), Lerich (4), Kausch (4), Ninnemann (1), Bittner (5), Schneider, Zuzanek, Brune (1), Kunze, Hain;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HBC Wittenberg 3; Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/5 - HBC Wittenberg 4/2.

Zwei Kreisläufer als Erfolgsstrategie

Veröffentlicht in 1. Männermannschaft.

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Der HV Ilsenburg hat das erste höherklassige Harzderby nach über vier Jahren gegen den HT Halberstadt mit 33:24 gewonnen.

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Wieder einmal ist HVI-Kreisläufer Dennis Ninnemann der Halberstädter Abwehr entwischt, hier kommt Jonas Harbach einen Schritt zu spät. Die Taktik mit zwei Kreisläufern erwies sich für die Ilsenburger als wichtiger Erfolgsfaktor. Foto: Ingolf Geßler

Von Ingolf Geßler

Ilsenburg l Vor einer ordentlichen Zuschauerkulisse zeigten die Ilsenburger sofort, wer Herr in eigener Halle ist. Die HVI-Coaches Andreas Simon und Tobias Beck richteten das Spiel ihrer Mannschaft auf den Gegner aus und spielten über die gesamte Spielzeit hinweg mit zwei Kreisläufern. Diese Taktik ging auf, denn der körperlich robuste Innenblock der Halberstädter hatte mit Dennis Ninnemann und Sebastian Kausch reichlich Arbeit. Entweder wurden die beiden Kreisspieler in Szene gesetzt, oder den Rückraumschützen Michael Gohlke und Norman Hoffmann bot sich die Lücke zum Abschluss. Da auch die Abwehr mit einem starken Keeper Jan Pesenecker als Rückhalt überaus konzentriert zu Werke ging, führten die Ilsenburger schnell mit 4:0.

Erst nach neun Minuten gelang den Halberstädtern ihr erster Torerfolg, die Ilsenburger präsentierten sich aber weiter als das Team mit dem größeren Willen. Zwischenzeitlich ließen auch die Hausherren ein paar gute Chancen liegen, beim 8:6 (20.) schöpften die Halberstädter wieder Hoffnung. Doch die Gastgeber blieben in allen Belangen das bessere Team, setzten sich über die Stationen 10:6 und 12:7 bereits zur Pause auf fünf Tore (14:9) ab.

„Auch nach Wiederanpfiff hatte ich nie das Gefühl, dass der Sieg heute ernsthaft in Gefahr gerät“, lobte HVI-Coach Andreas Simon die konzentrierte Vorstellung seiner Mannen über 60 Minuten. In einem wohltuend fairen Derby kam zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig etwas Hektik auf, weil erst Halberstadts Christopher Hamann (34.) und knapp vier Minuten später auch Ilsenburgs Norman Hoffmann wegen Foulspiel die Rote Karte sahen. Beide Entscheidungen waren etwas überzogen. In dieser Phase betrug der Vorsprung fünf Tore, auch in der Folge blieb der HT Halberstadt bis zum 24:20 zumindest in Sichtweite.

Danach machte der HV Ilsenburg jedoch kurzen Prozess, mit einem 6:1-Lauf zum 30:21 war die Partie gelaufen. In dieser Phase spielten auch die jungen HVI-Spieler wie Eric Brune und Johannes Bittner, der von Außen drei schön herausgespielte Treffer erzielte, sehr gut auf. In der Schlussphase ließen die Ilsestädter dann die ein oder anderen Möglichkeit liegen, somit hielten die nie aufsteckenden Halberstädter den Rückstand zur Schlusssirene zumindest unter zehn Toren.

„Ich denke den Zuschauern wurde ein Derby auf hohem Niveau geboten. In der entscheidenden Phase hat sich einmal mehr die größere Tiefe und Breite unseres Kaders bezahlt gemacht. Der Sieg war auch ein vorträgliches Geschenk für unseren Vereinspräsidenten“, verwies Trainer Andreas Simon auf Michael Löwes Geburtstag am Montag. Nach dieser vorgezogenen Partie gehen beide Teams eine Woche eher als die Konkurrenz in die Winterpause, die für den Tabellenzweiten HV Ilsenburg am 8. Januar mit dem Topspiel gegen Spitzenreiter HBC Wittenberg endet.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Fahrtmann (3), Schneider, Gohlke (10/4), N. Hoffmann (3), Ninnemann (5), Kausch (4), Kunze, Zuzanek (4), Brune (1), Bittner (3), Hain, Lerich;

HT 1861 Halberstadt: J. Hoffmann, Friedrich - Reuner, Harbach (6), Uhlmann (1), Huber (6), Liebscher (2), Blenke (6/2), Eulenstein (1), Hamann (1), Dietrich, Fröhlich, Mäwius (1), Greiff;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 7 + Rote Karte gegen Norman Hoffmann (38.) - HT Halberstadt 5 + Rote Karte gegen Christopher Hamann (34.); Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/5 - HT Halberstadt 3/2.

Schmegner-Sieben gewinnt auch Duell um Punkte

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Die Handballfrauen des HV Ilsenburg haben auch das zweite Duell mit der SpG Harz binnen einer Woche gewonnen.

Carolin Gille (beim Wurf) trug sich beim 27:22-Sieg über die SpG Harz dreimal in die Torschützenliste ein. Damit führt der HV Ilsenburg die Bezirksliga-Tabelle weiter ohne Verlustpunkt an. Foto: Ingolf Geßler

Carolin Gille (beim Wurf) trug sich beim 27:22-Sieg über die SpG Harz dreimal in die Torschützenliste ein. Damit führt der HV Ilsenburg die Bezirksliga-Tabelle weiter ohne Verlustpunkt an. Foto: Ingolf Geßler

Ilsenburg l Dem knappen 20:19-Auswärtserfolg im Harz-Börde-Pokal ließ der Bezirksliga-Spitzenreiter im Punktspiel vor heimischer Kulisse einen souveränen 27:22-Sieg folgen.

Nur acht Tage dem spannenden Pokalkrimi trafen beide Teams im Punktspielbetrieb aufeinander. Die HVI-Damen hatten sich eine deutliche Leistungssteigerung vorgenommen, um ihre weiße Weste auch im achten Saisonspiel zu wahren. Die Schmegner-Sieben fand auch sehr gut ins Spiel und führte schnell mit 4:0. Allerdings hielten die Gäste mit viel Einsatz dagegen und kämpften sich wieder auf ein Tor heran (7:6, 18.).

Die Ilsenburgerinnen waren bemüht, das Tempo hoch zu halten und einfache Tore zu erzielen. Da sie sich diesmal deutlich besser auf die gegnerischen Torfrauen eingestellt hatten und ihre Chancen konzentrierter nutzten, stand zur Pause eine 13:10-Führung auf der Anzeigetafel. Ein Grund dafür war die Nervenstärke von Anne Greife, die im Verlauf der Partie sechs Siebenmeter verwandelte.

Auch im Verlauf der zweiten Halbzeit lief der Ball besser und schneller durch die Reihen der Gastgeberinnen als noch vor einer Woche. Angekurbelt durch die unermüdliche Anne Walther, wurden immer wieder Lücken für die Außen geschaffen. Da vor allem Claudia Gasz und Saskia Ehmig ihre Gelegenheiten konsequent nutzten und teilweise auch aus unmöglichen Positionen trafen, geriet die Führung des Tabellenführers nie wirklich in Gefahr. Auch eine doppelte Unterzahl konnte von der SpG Harz nicht mehr dazu genutzt werden, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Am Ende siegte der HV Ilsenburg verdient mit 27:22.

„Es war schwierig für uns, im ersten Spiel nach der Verletzung von Torfrau Maria Meyer einzuschätzen, wie die Abstimmung im Abwehrverbund funktioniert. Aber Tabea Groero-Linares hat sich gut eingefunden und ein wirklich gutes Spiel gemacht, so das wir uns da wenig Sorgen machen mussten. Zudem ist es uns gelungen, die Anzahl der technischen Fehler vor allem in der zweiten Halbzeit zu reduzieren, was dann natürlich dazu führte, dass wir im Laufe der Begegnung immer sicherer wurden“, so HVI-Coach Uwe Schmegner.

HV Ilsenburg: Meyer, Szyszkowitz, Groero-Linares; Gasz (6), Greife (6), Gille (3), Bauer (1), Grossmann (1), Liebecke (4), Ehmig (4), Walther (2), Blum, Eckhardt, Abel, Klie

SpG Harz: Torge, Gatzemann - Fiebig, Luer (3), Grund (4), Niendorf (3), Köstler (4), Reichelt (1), Marby (4), Eggert (4);

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 4 - SpG Harz 4; Siebenmeter: HV Ilsenburg 7/6 - SpG Harz 7/5.

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