Handball Verein Ilsenburg e.V.
Von Florian Bortfeldt
Quelle: www.volksstimme.de

Das letzte Saisonspiel hat der HV Ilsenburg deutlich gewonnen. Beim MTV Weferlingen, bereits vor diesem Spieltag als Absteiger feststehend, setzte sich die Sieben von Trainer Jens Kleinert mit 40:31 durch.
Die letzte Begegnung dieser Spielzeit wurde von beiden Seiten locker genommen, ging es doch nicht einmal mehr um die viel zitierte "Goldene Ananas".
Die Anfangsphase gehörte klar den Weferlingern, die sich eine Führung erspielten. Danach fanden auch die Harzer Gäste zunehmend besser in die Begegnung. Vor allem aus dem Rückraum war der HVI erfolgreich. Gohlke, Eckhardt, Dallmann und Hausmann waren ein ums andere Mal treffsicher.
Eric Kunze, der sein vorerst letztes Spiel im Trikot des HVI, bestritt, trug sich auf seiner Außenposition auch mehrfach in die Torschützenliste ein.
Zwar lief auch diese Begegnung nicht gänzlich ohne Zeitstrafen ab - der MTV Weferlingen sah zudem zweimal Rot - der letzte Saisonauftritt beider Mannschaften war dennoch fair und entspannt. Daher fehlte es auch an Spannung und Dramatik.
Am Ende fuhr Ilsenburg einen ungefährdeten 40:31-Sieg ein. Trainer Jens Kleinert, der bei den Harzern auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen soll, merkte kritisch an, dass "wir noch mehr Gas hätten geben können". Aus einer geschlossenen Teamleistung wollte er keinen hervorheben.

Eric Kunze verlässt den HV Ilsenburg in Richtung Lübeck, wo er sein Studium beenden möchte. Zunächst will er ein Jahr für Bad Schwartau spielen. Ansonsten bleibt die Mannschaft so bestehen.
HV Ilsenburg: Geisler, Homann - Eckhardt (6/1), Jacob (3), Hoffmann (2), Kunze (6), Dallmann (4), Kausch (3), Gohlke (8), Hausmann (6), Müller (2/2), Kleinert; Siebenmeter: Weferlingen 3, Ilsenburg 4; Zeitstrafen: Weferlingen 4 (2 x Rot), Ilsenburg 5. |
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Von Ingolf Geßler
Quelle: www.volksstimme.de

Nach sieben Heimsiegen in Folge hat der HV Ilsenburg wieder eine Niederlage in der Harzlandhalle hinnehmen müssen. Der HV Rot-Weiß Staßfurt II machte mit einem 29:26-Sieg den Verbandsliga-Staffelsieg perfekt. "Oberliga, Oberliga" hallte es aus dem tanzenden Kreis der Staßfurter Spieler wenige Augenblicke nach der Schlusssirene. Allerdings hatte die Reserve des HV Rot-Weiß ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, um den Aufstieg bereits einen Spieltag vor Saisonende perfekt zu machen.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase wechselte die Führung bis zum 7:6 für die Hausherren ständig hin und her. Dann zog Staßfurt mit einem Zwischenspurt auf 7:10 davon, führte kurzeitig sogar mit vier Treffern. Mit den letzten beiden Toren des ersten Spielabschnitts verkürzte die Kleinert-Sieben auf 12:14.
Auch nach dem Wechsel bekamen die Zuschauer keine bessere Handballkost, die Partie lebte von Kampf und Spannung und wurde von beiden Seiten sehr hart geführt. Konsequenz waren neben 17 Zeitstrafen auch drei Rote Karten, auf Ilsenburger Seite mussten Chris Sadowski und Spielertrainer Jens Kleinert vorzeitig unter die Dusche. Dennoch kämpfte sich der HV Ilsenburg wieder heran, führte nach einem Zwischenspurt mit 23:22. In der Endphase ließen die Hausherren dann aber einige gute Chancen ungenutzt. Spätestens als Matthias Eckardt mit einem Siebenmeter nur die Latte traf und der überragende Staßfurter Thomas Jesse mit seinem zwölften Treffer das 26:29 erzielte, war die Partie entschieden.
HV Ilsenburg: Homann, Geisler - Eckardt (9/2), Sadowski (2), Hausmann (5), Gohlke (4/1), Kunze (1), Kausch, Kays (4), Dallmann, Kleinert (1), Jacob; Zeitstrafen: HVI 11 + Rote Karten für Sadowski (38.) und Kleinert (44.) - Staßfurt II 6 + Rote Karte für Jedlitschka (47.); Siebenmeter: HVI 5/3 - Staßfurt II 5/5. |
Von Björn Richter
Quelle: www.volksstimme.de

Hart oder überhart? An der Schwelle zum Erlaubten oder schon darüber hinaus? Die Frage, wie viel physische Intensität ein Handballspiel verträgt, kam auch beim Verbandsliga-Spiel zwischen dem SV Germania Borne und dem HV Ilsenburg am Sonnabend auf. "Für meinen Geschmack war die Partie eine Nummer zu hart. Es schaukelte sich zwischen beiden Mannschaften immer weiter hoch", urteilte Bornes Trainer Jürgen Dawils. Gefreut haben dürfte ihn indes der 26:23 (11:9)-Heimsieg seines Teams.
Die Gäste rieben sich schon nach zwei Minuten an einer Schiedsrichterentscheidung. Sie hatten einen Schlag gegen Matthias Eckhardt erkannt, legten in der Folge aber selbst keineswegs die Samthandschuhe an. Sehenswerteste Aktion blieb jene vor der Pause: Dawils bat seine Sieben zur Auszeit, Guido Lahne schloss den letzten Wurf mit der Sirene zur eigenen Zwei-Tore-Führung ab.
Diese bröckelte auch in der zweiten Halbzeit nicht. Obwohl mit Steffen Halfpap und Jörg Friedrich zwei Schlüsselspieler vorzeitig zum Duschen geschickt wurden, kam der HVI lediglich beim 21:20 heran. "Wichtig war, dass Ilsenburg nicht den Ausgleich erzielt hat", befand Dawils. Auch Torhüter Dino Spiranec hatte mit seinen Paraden gehörigen Anteil am Sieg, steuerte von der Siebenmeterlinie zudem höchstselbst den letzten Treffer für seine Mannschaft bei.
SVG Borne: Spiranec (1/1), Kowalski - Scholz (1), Jörg Friedrich (2), Prosowski (3), Jens Friedrich, Fink (8/3), Lahne (4), Schulke (2), S.Halfpap (5), T. Halfpap, Schafflik, Schmidt
HV Ilsenburg: Geisler, Homann - Eckhardt (7), Sadowski (2), Jacob, Hoffmann, Kunze, Dallmann (1), Kays (3), Kausch (4), Gohlke, Hausmann (6), Müller
Siebenmeter: SVG 8/4 - HVI 5/4; Zeitstrafen: SVG 12 - HVI 10; Rot: Jörg Friedrich (41:46), Steffen Halfpap (44:25, beide 3x2 Minuten) -beide Borne |
Von Ingolf Geßler Quelle: www.volksstimme.de  Spitzenreiter wird in der Schlussphase überrollt Der HV Ilsenburg hat den Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga mächtig geärgert. Mit einem furiosen Endspurt landete das Kleinert-Team gegen Wacker Westeregeln einen nicht mehr für möglich gehaltenen 28:26-Sieg. Wir scheinen wohl doch keine Ahnung von Handball zu haben, eine Viertelstunde vor Schluss haben wir die Partie schon abgehakt", meinten selbst die eingefleischten HVI-Mitglieder Wolfgang Feltel und Frank Kupfer nach Spielschluss am Sprechertisch. Allerdings waren sie sicher nicht die einzigen Zuschauer in der gut gefüllten Harzlandhalle, die diese Meinung hatten. Ausschlaggebend hierfür war eine völlig verschlafene Anfangsphase, in der die Ilsenburger vor allem in der Deckung einen schwachen Eindruck hinterließen. "In der ersten Halbzeit haben wir Steffen Homann im Tor mehrfach im Stich gelassen, mit einfachen Mitteln wurde die Abwehr immer wieder augespielt", so Trainer Jens Kleinert. Konsequenz war ein schneller Fünf-Tore-Vorsprung für die Gäste (6:1), den Wacker Westeregeln mit seinen besten Torschützen Clemens Grafenhorst (9 Tore) und Christopher Gorges (8) bis zur Pausensirene behauptete (17:12). Auch nach dem Wechsel hatte es lange Zeit nicht den Anschein, dass der HV Ilsenburg dem Spiel noch eine Wende geben könnte. Zwar boten die Einheimischen nach lautstarker Halbzeitpredigt deutlich besser Paroli, doch der Spitzenreiter spielte auch in hektischen Phasen seinen Stiefel souverän herunter. Als auch noch Matthias Eckardt nach einem Foulspiel die Rote Karte sah (36.), drohte die Partie auf den Rängen zu eskalieren. Für den negativen Höhepunkt sorgte ein aufgebrachter Westergelner Zuschauer, der den Laptop des Ilsenburger Vizepräsidenten Werner Dallmann zerstörte. Doch in dieser Phase zeigten die Ilsenburger eine tolle Moral, hielten den Rückstand trotz mehrerer Unterzahlsituationen konstand. Und dies zahlte sich aus, weil der HV Ilsenburg in der Schlussviertelstunde beim Stand von 19:25 zu einer famosen Aufholjagd ansetze. Während Christoph Geisler im Tor zum großen Rückhalt avancierte, lief im Angriff HVI-Torjäger Robin Hausmann mit einem Großteil seiner acht Treffer zur Höchstform auf. Spätestens als Spielertrainer Jens Kleinert zum 26:26 ausglich, hielt es keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Mit den letzten beiden Treffern der Partie machte der HV Ilsenburg den vielumjubelten Heimsieg perfekt. HV Ilsenburg: Geisler, Homann - Eckardt (2/1), Sadowski (1), Hausmann (8), Müller (3/2), Hoffmann (1), Kausch (4), Kays (2), Dallmann (2), Gohlke (2), Kleinert (1), Jacob (2); Zeitstrafen: HVI 6 + Rote Karte für Matthias Eckardt (36.) - Westeregeln 5; Siebenmeter: HVI 4/3 - Westeregeln 4/3. |
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